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Ehrung des TV Hangelar durch Bürgermeister Klaus Schumacher

Die Stadt Sankt Augustin ehrte den Turnverein Hangelar für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement insbesondere in der Flüchtlingsarbeit mit einer besonderen Auszeichnung. In einem Fest Akt im Haus Menden hielt unser Bürgermeister Klaus Schumacher die Laudatio und überreichte Blumen und Urkunden. Der Turnverein freut sich, diese besondere Ehrung erhalten zu haben.

Blumen durch Bürgermeinster Schumacher überreicht

Vertreter des TV Hangelar mit Bürgermeister Schumacher.

Aus der Laudatio unseres Bürgermeisters Klaus Schumacher zur Ehrung des Turnvereins:

Der TV Hangelar bekommt das Prädikat „Beispiel Ehrenamt" für seine äußerst engagierte ehrenamtliche Arbeit mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Seit Beginn der Belegung der Container in der Richthofenstraße unterstützte der TVH tatkräftig die dortigen Asylbewerber. Diese Unterstützung hält auch nachdem es gelungen ist, andere Unterkünfte zu finden, unvermin-dert an.

Der TVH steht mit seinen 1.300 Mitgliedern seit langem für ein breites ehrenamtliches Engagement. Im Bereich der Flüchtlingshilfe hat der TVH frühzeitig beschlossen, seine vielfältigen Kurs- und Trainingsangebote für alle Geflüchteten kostenlos zu öffnen. Darüber hinaus wurden sie zu Feierlichkeiten des Vereines, wie etwa dem Spiel- & Sportfest „Familien in Bewegung" eingeladen und dort bewirtet. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene nehmen diese Angebote bis heute gerne an. Zudem wurden spezielle Freizeitangebote konzipiert, so gab es Besuche in Museen und Klettergärten, in der Greifvogelstation Hellenthal oder der Sea World in Königswinter, es wurde gemeinsam gewandert und Boule gespielt. Auch einwöchige Ferienprogramme wurden aus der Taufe gehoben oder das Angebot „Sport rund um die Container" entwickelt. Für diese Programme wurden Gelder beim SSV Sankt Augustin, dem Kreis- und Landessportbund und der AWO beschafft und die erforderlichen Verwendungsnachweise erstellt.

Auch mit vielen Sachspenden der Ver-einsmitglieder wie Möbeln, Küchengeräten, Fahrrädern und Spielsachen, Sportgeräten und Sportbekleidung, sonstiger Kleidung und Schuhen wurde den neuen Hangelarern geholfen. Eine weitere, von den Mitgliedern geleistete Arbeit war die Koordinierung und Sortierung weiterer Sachspenden - eine zeitaufwändige Aufgabe. Der TVH war zudem ein engagierter Vertreter beim Runden Tisch der Flüchtlingshilfe in Hangelar und andernorts im Stadt- und Kreisgebiet. Auch Patenschaften wurden von Mitgliedern des TVH übernommen. Diese umfassten z.B. Hausaufgabenhilfe oder die Unterstützung und das Dolmetschen bei Behördengängen und Arztbesuchen.

Zwei große Projekte wurden mit dem Verein MuTaThe (Musik, Tanz, Theater) durchgeführt. Sie brachten einen enormen Verwaltungsaufwand für den TVH mit sich und waren auch nur dank der intensiven Vor Ort-Betreuung durch Mit-glieder möglich. Diese für alle kostenfreien je einjährigen Projekte brachten Kinder und Jugendliche mit und ohne Einschränkungen mit Flüchtlingskindern zusammen und umfassten Freizeiten auf Burg Balduinstein, „Kulturtage" auf Schloss Drachenburg und Schloss Adendorf und beinhalteten auch zwei Filmdrehs mit den Jugendlichen. Die Arbeit hat sich aber mehr als gelohnt, denn die Projekte bescherten allen Beteiligten unvergessliche Erlebnisse.

Beispielhaft ist, wie der TV Hangelar von Anfang an unbürokratisch Unterstützung geleistet hat, sodass etwaige Berüh-rungsängste auf beiden Seiten erst gar nicht entstehen konnten.
Beispielhaft verbindet der TVH kostenlo-se und zum Teil äußerst aufwändige und spektakuläre Sport-, Freizeit- und Kultur-programme für Geflüchtete mit prakti-schem Engagement vor Ort.
Beispielhaft sind die Bemühungen, die sich nicht in eigenen Angeboten für die Geflüchteten erschöpfen, sondern diese ganz selbstverständlich in den regulären Vereinsbetrieb integrieren.

Infowand des TV Hangelar

Ehrung des TV Hangelar durch Bürgermeister Klaus Schumacher

Wanderung des TV Hangelar: Erlebnis Wahner Heide

Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes: Ein regnerischer Samstagnachmittag war vorhergesagt. Dennoch trafen sich 13 Wanderer des TV Hangelar, um unter der Leitung von Wanderführerin Maria Feldhaus die Wahner Heide einmal von einer anderen Seite zu erkunden.

Gruppenfoto Wahner Heide

Start war an der Aggerbrücke in Lohmar. An der Agger entlang ging es bald recht steil hoch auf den „Scharfeberg". Die Laubbäume hatten hier fast alles Laub abgeworfen. So ging man wie auf einem weichen Teppichboden. Das sanfte Rascheln der Blätter erinnerte an die Spaziergänge, die man früher extra mit den Kindern zu dieser Zeit unternahm. Bald war Altenrath erreicht. Die Wanderer erfuhren nun, dass die Wahner Heide 1958 eigentlich für ein Freilichtmuseum vorgesehen war. Die Bundeswehr wollte dafür auf ihr Übungsgebiet verzichten. Der Flughafen Köln-Bonn musste allerdings auch erweitert werden. Dadurch wurden diese Pläne hinfällig und Kommern bekam den Zuschlag für ein Freilichtmuseum. Der Nieselregen hörte auf und die Schirme konnten wieder abgespannt werden. Sogar die Sonne ließ sich kurzzeitig blicken. Gut gelaunt erreichte man das ehemalige Camp Altenrath. Nur noch Reste der Panzerwaschstraße und einige Betonblöcke erinnern an die militärische Nutzung dieser Region. Wo einmal viele Hallen und Gebäude standen, gibt es nun ein renaturiertes Gebiet für die Ansiedlung von vom Aussterben bedrohten Tierarten. Ein sogenanntes Schwalbenhotel wird als Ersatz für die entfallenen Nistmöglichkeiten an den Gebäuden gut von den Vögeln angenommen. Nun ging es richtig tief in die Heidelandschaft. Der ausgetrocknete Boden zeigte, dass es noch viel zu wenig Niederschlag gegeben hat. Vorbei ging es an Stellen, wo bis 1869 noch unter Tage Bleierz und andere Erze abgebaut wurden. Teilweise sind die Grubeneingänge noch gut zu erkennen.

Über die Lorenbahnstraße ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt, wo nach 14 Kilometern Kaffee und Kuchen auf die Wanderer warteten.

Wanderung des TV Hangelar: Erlebnis Wahner Heide

„Jahresabschlusswanderung" des TV Hangelar

Pressebild MelatenZur diesjährigen „Jahresabschlusswanderung" des TV Hangelar besuchten 25 Wanderinteressierte einen besonderen Ort: „Melaten" in Köln. Unter der Führung einer exzellenten Kennerin dieses außergewöhnlichen Friedhofs lernte die Gruppe viel Neues kennen. Bereits im 12. Jahrhundert n.Chr. wurde hier schon der „Hoff zu Melaten" erwähnt. Damals lebten Leprakranke der Stadt hier in sog. Siechenhäusern, um die Menschen innerhalb der Stadtmauern von Köln nicht anzustecken.

Im Französischen, welches damals von den „Feinen Herrschaften" benutzt wurde, bedeutet krank: malade. Daraus wurde im kölschen Sprachgebrauch: melat sein. Daher lebten die Leprakranken nun an dem Ort für die Melaten. Ein Dekret Napoleons vom 12. Juni 1804 bewirkte, dass aus Gründen der Hygiene alle Menschen, bis auf kirchliche Würdenträger, außerhalb der Siedlungen und Städte bestattet werden mussten. 1810 wurde dann der Melatenfriedhof eingeweiht. Es gab aber große Unterschiede, wo man auf diesem Friedhof seine letzte Ruhestätte fand. Es gibt die breiten Hauptwege, an denen in der Regel wichtige Persönlichkeiten der Stadt beigesetzt werden, wie Bürgermeister oder Großindustrielle. Dann folgen an den Seitenwegen die Grabstätten von Persönlichkeiten wie, Schauspieler, Musiker oder „Promis" der heutigen Zeit. Einen besonders schönen Grabstein hatten die Kölner Bürger Johann, Christoph Winters, dem Gründer des Hänneschen Theaters aufgestellt. Auf diesem Friedhof kann man auch heute noch eine Grabstätte erwerben. Man muss noch nicht einmal in Köln gewohnt haben. Mehr als 2 Stunden verbrachte die Gruppe hier. Am Ende bedankte sich die Gruppenführerin für das große Interesse der Wanderer.

Es zeigte sich auch diesmal wieder, dass man mit Wandern immer auch viel Neues erfahren kann. Nachdem sich alle in einem typisch kölschen Lokal gestärkt hatten, ging es noch über einen urigen Veedelsweihnachtsmarkt in der Körnerstrasse. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr man am späten Nachmittag wieder nach Hangelar zurück.

„Jahresabschlusswanderung" des TV Hangelar