Entsprechend der Beschlüsse aus der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen vom 2. November an untersagt, die städtischen Sportanlagen sind für den Vereinssport geschlossen. Dies bedeutet leider die Einstellung des gesamten Sportbetriebes des TV Hangelar in den Hallen als auch Outdoor.
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Aus unserer (Boule) Petanque - Gruppe

Einige Gedanken über das auch bei uns immer populärer werdende Spiel mit den Eisenkugeln von Wolfgang Nelius

Wir nennen unseren Sport häufig „Boule“ dabei heißt Boule schlichtweg „Kugel“ und beschreibt unseren Sport nicht. Denn Boulekugel heißt dann Kugelkugel- macht eigentlich keinen Sinn. Richtig heißt unser Sport „Pètanque“. Der Name wird abgeleitet von der französischen Bezeichnung pieds tanquès für geschlossenen Füße, auf provencialisch „ ped tanco“. Aber Boule ist geläufiger und geht besser über die Lippen. Die Schöpfungslegende sagt, dass im Jahre 1907, bei Cassis in Frankreichein an Rheuma leidender Franzose nicht am Spiel teinehmen konnte: zum Spielen mussten zu der Zeit drei Anlaufschritte gemacht werden und die Bahn war über 20 m lang. Um diesem Franzosen die Beteiligung zu ermöglichen, hat einer seiner Freunde das Spiel neu erfunden, indem er die Entfernung verkürzte, der Anlauf wegfiel und nur noch mit geschlossenen Füßen geworfen werden durfte.

So spielen wir Pètanque noch heute.

1908 wurden die ersten mit Nägeln beschlagenen Holzkugeln in Marseille hergestellt. Ich besitze solch eine Kugel. Sie hat ein Gewicht von 1118 g – unsere jetzt verwendeten wiegen ca 700 g. Wie Ihr auf dem beigefügten Foto sehen könnt, waren die Kugeln damals nicht nur schwerer, sondern auch wesentlich größer. Der deutsche Pètanque Verband sagt, dass eine gültige Wettkampfkugel ein Herstellerlogo trägt und das Gewicht eingeprägt sein muss. Übrigens zerbricht eine Kugel beim Aufprall, wird ihre Lage durch ihr größtes Bruchstück in der Bahn definiert. Zielkugeln -Cochonnet - (wörtl. Ferkel, Schweinchen) sind aus Holz. Solche aus synthetischem Material müssen das Herstellerlogo tragen, eine Zulassung haben und entsprechenden Normen unterliegen. Der Durchmesser muss 30 mm -mit einer Toleranz von 1 mm- betragen. Sie dürfen gefärbt sein, aber nicht mit einem Magneten versehen sein.

Boule Kugeln

Die Abbildung zeigt links eine historische Kugel (Holzkern mit Nägeln bestückt) und rechts eine heutige (innen hohle) Metallkugel