Hatha Yoga bei Marion Petersen fällt krankheitsbedingt vom 12.02. bis 02.03.2020 aus!
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Juniwanderung "Grube Georg" der Wandergruppe

Laut Wetterbericht sollte es an diesem Sonntag schwül, heiß und bis 35 Grad werden. Eigentlich kein Wetter, um eine ausgiebige Wanderung zu machen. Trotzdem fanden sich 12 Wanderer des TV Hangelar am Treffpunkt ein, um unter der Leitung von Maria Feldhaus in den Westerwald zu fahren. Zunächst war die „Grube Georg" in Willroth das Ziel. Vielen ist der markante Förderturm an der A3, Abfahrt Dierdorf bekannt. Erwartet wurde die Gruppe dort von dem bekannten Heimatforscher Albert Schäfer. Sein Vater war noch aktiver Bergmann in dieser Erzgrube gewesen. So bekamen die Wanderer viele Details und Anekdoten aus erster Hand: Die Eisenerzförderung in dieser Region hat eine über 1000-jährige Tradition. Als Besonderheit gilt, dass der sog. „Erzgang", also die eisenerzhaltige Gesteinsader, nahezu senkrecht aus der Erde kommt. Zunächst im offenen Tagebau, in den sog. „Pingen" wurde das Gestein gefördert. Als das techn. nicht mehr möglich war, erbaute man 2 Förderanlagen. Der Schacht II, mit dem heute noch stehenden Förderturm von 56 m Höhe ging bis auf 913 m „Teufe" hinunter. Obwohl das hiesige Eisenerz von einer ausgesprochen hohen Güte war, wurde am 31.03.1965 auf Anraten von Ludwig Erhard die Förderung eingestellt. Die Eisenerzgewinnung in dieser Grube sei einfach zu unwirtschaftlich. 550 Bergleute wurden arbeitslos. Heute ist diese Anlage eine Touristenattraktion und kann zu bestimmten Zeiten besichtigt werden. Unsere Wanderer hatten zum Abschluss das tolle Erlebnis, bis oben zum Rad aufsteigen zu dürfen. Ein traumhafter Blick über die sonnenbeschienene Landschaft entschädigte für die vielen Treppenstufen, die zu erklimmen waren.

Grube Georg Juni 2019

Nach fast 2 Stunden ging es dann weiter ins nahgelegene Grenzbachtal. Rund 15 km schönster Wanderweg durch Buchenwald und freie Felder war zurückzulegen. Die Temperaturen waren zwar extrem und viel Wasser wurde getrunken. Dennoch war vorherrschende Meinung, dass es immer noch schöner sei, hier zu wandern, als in abgedunkelten Räumen daheim zu schwitzen. Zum Schluss erreichte man ein wunderschön gelegenes Café, wo man sich wieder stärken konnte und den Wasserverlust schnell wieder auffüllte.

Juniwanderung "Grube Georg" der Wandergruppe

Maiwanderung "Erpeler Ley" der Wandergruppe

14 gut gelaunte Wanderbegeisterte des TV Hangelar starteten Ende Mai, bei schönstem Wanderwetter in Unkel ihre Wanderung „Rund um die Erpeler Ley". Das erste Ziel in der, ehemals an einer Handelsstraße gelegenen Stadt mit schönem Fachwerk, war die Pfarrkirche St. Pantaleon. Auf dem Kirchhof umgeben viele alte Steinkreuze, teils aus dem 16. Jahrhundert, die heutigen Grabstellen wie ein schützender Zaun. Hier gibt es seit 2010 eine besonders gestaltete Gedenkstätte für Sternenkinder. Im Innern der spätgotischen Hallenkirche gibt es viel zu entdecken. Besonders hervorzuheben ist die Nothelferkapelle mit 14 lebensgroßen Figuren, von Unkeler Bürgern gestiftet. Darunter die Hl. Barbara, Patronin der Bergleute oder Christophorus, Schutzheiliger der Reisenden. Der Namenspatron der Kirche war Arzt unter Kaiser Maximilian um 300 n.Chr. und gilt als Patron der Ärzte und Hebammen. Nach diesem „Heimatcheck" ging es am Rhein entlang und im Bogen auf das rechtsrheinische Schiefergebirge zu. Ein steiler Anstieg führte zum 142 m hohen Stuxberg, ein früher Richtplatz von Unkel. Geologisch gesehen besteht der Berg aus Kalkschiefer eines ehemaligen Ozeans und ist 325 Mio. Jahre alt. Eine kleine Rast ließ Zeit, den Ausblick über die Rheinlandschaft zu genießen und sich vom Proviant zu stärken. Dann führte der Weg, zum Teil auf dem Rheinsteig, weiter bis zur Erpeler Ley. Hier handelt es sich um einen Basaltfelsen vulkanischen Ursprungs mit säuliger Struktur. In römischer Zeit gab es hier einen Steinbruch. Unterirdisch befindet sich ein vermauerter Eisenbahntunnel. Auf dem weitläufigen Aussichtsplateau gibt es verschiedene Denkmäler, die u.a. an die Opfer im Kampf um die Ludendorff-Brücke 1945 erinnern oder eine Zeppelinfahrt 1909.

Erpeler Ley Mai 2019y

Erfüllt von schönen Eindrücken ging es nun auf schmalen Waldwegen abwärts nach Erpel. Wunderschöne Fachwerkhäuser leiteten durch den Ort zum Rheinufer und weiter zum Ausgangspunkt zurück. Nach circa 13 km war eine Schlussrast im Café Krönchen wohlverdient.

 

Maiwanderung "Erpeler Ley" der Wandergruppe

Die Märzwanderung der Wandergruppe

„Was haben wir mal wieder Glück mit dem Wetter"! Diesen Satz hörte man immer wieder, als sich 25 Wanderer der Wandergruppe des TV Hangelar auf den Weg machten, die Wahner Heide mal von ihrer nördlichen Seite her zu erkunden. Vom Parkplatz am Ausflugslokal Bambi in Rösrath ging es auf die rund 12 km lange Strecke. Bald schon erreichte man einen Soldatenfriedhof. Hier deuten verschiedene Grabsteine und ein Denkmal darauf hin, dass an diesem Ort viele russische und andere osteuropäische Kriegsgefangene beerdigt wurden. Nachdenklich geworden ging es weiter. Immer wieder weisen Warnschilder und rote Begrenzungspfosten auf die militärische Vergangenheit dieser Landschaft hin. Für die Nutzung als Truppenübungsplatz durch die belgische Armee wurden ganze Eichenwälder gerodet. Nach dem endgültigen Abzug der belg. Truppen Anfang 2004 begann man damit, die gesamte Wahner Heide zu renaturieren. Das bedeutet, hier alte Tierarten wieder anzusiedeln, wie Ziegen und eine größere Rinderherde. Auch in dieser Jahreszeit ist die Heidelandschaft sehr reizvoll. Der Weg führte durch dichten Wald genauso, wie durch offene Gebiete mit weitem Blick über Heide- und Ginsterbüsche. Wanderführerin Maria Feldhaus hatte diese Tour unter den Begriff „Heimatcheck" gestellt. Immer wieder machte sie an verschiedenen Stellen Halt und erklärte die Besonderheiten am Wegesrand. Da es in der Wahner Heide keine Bänke etc. gibt, lagerte die Gruppe kurzerhand direkt auf der Maikammerwiese an der Nordschleife.

Wahner Heide

Schöner hätte es nicht sein können. Die Sonne wärmte das Gras und die mitgebrachten Brote schmeckten hier besonders gut. Anschließend ging es weiter durch den Geisterbusch. Früher standen hier viele große Wacholderbüsche, die im frühmorgendlichen Nebel etwas „geisterhaftes" an sich hatten. Heute findet man noch vereinzelte Eichen, die sich aber wohl in der offenen Landschaft nicht halten können. Nach gut dreieinhalb Stunden war diese schöne Wanderung beendet. Natürlich kehrte man noch im "Bambi" ein, wo man sogar draußen sitzen konnte.

Die Märzwanderung der Wandergruppe